Dreamer

Ein Text, der in Stille laut gelesen werden will.

Ich laufe seit Langem im Kreis, verloren und blind,
jage Schatten, die ich nicht hinter mir lassen kann.
Jeder Schritt klingt hohl, nur leerer Raum,
auf der Suche nach etwas, nach einem Funken Gnade.

Im Spiegel verschwimmen die Gesichter.
Ich kann nicht mehr sagen, welches davon echt ist.
Bin ich nur ein Träumer, der Zeit vergeudet,
oder gibt es etwas, das ich noch nicht gefunden habe?

Eine Frage kehrt zurück.
Wieder und wieder.

Dreamer Projektbild
öffnendes Licht

Soll ich mein Leben leben.
Soll ich meine Träume leben.
Oder soll ich weiter mein Leben träumen,
statt wirklich hineinzutreten.

Ich stehe zwischen falsch und richtig,
gebunden an einen Gedanken, der mich in der Nacht verfolgt.

Dreamer Bild zur Frage zwischen Leben und Träumen
die endlose Frage

Im Herzen der Dunkelheit bemerkte ich etwas Kleines.

Einen Funken.

Ein Flackern von Hoffnung, das sich weigerte zu verschwinden.

Vielleicht ist das Leben kein Problem, das gelöst werden muss,
sondern etwas, das man lernt, indem man hindurchgeht.

Dreamer Bild mit Hoffnung im Dunkeln
der erste Funke

Zweifel verschwinden nicht,
aber sie lockern sich, wenn ich aufhöre stillzustehen.

Träume verändern sich,
wenn sie gelebt werden,
nicht verschoben,
nicht geschützt,
nicht verleugnet.

Was, wenn wir in uns selbst schauen
und gleichzeitig nach außen greifen?

Was, wenn Stärke in Gemeinschaft entsteht, nicht in Einsamkeit?

Was, wenn weniger zu brauchen
mehr bedeuten könnte?

Was, wenn wir uns befreien von dem endlosen Drang nach mehr?

Was, wenn wir Brücken statt Mauern bauen?

Was, wenn wir den Ruf beantworten,
wenn einer von uns fällt?

Dreamer Bild über Loslassen und weniger brauchen
das Loslassen

Was, wenn Gesellschaften ihren Kurs ändern?

Was, wenn Wert in Herzen gemessen würde,
nicht in Gold?

Welche Art von Einheit könnte daraus wachsen?

Nicht teilen.
Nicht isolieren.

Sondern einander heben,
wenn einer von uns nicht allein stehen kann.

Was, wenn Veränderung nicht bei Systemen beginnt,
sondern beim Blick nach innen?

Beim Durchbrechen des Kreislaufs,
der mich nur weiterjagen lässt.

Nicht nach fernen Sternen greifen,
sondern Bedürfnisse sehen, die schon hier sind.

Sinn finden
in den Menschen, denen wir begegnen,
nicht in den Dingen, die wir sammeln.

Dreamer Bild zu innerem Wandel
die Metamorphose

Es ist Zeit, diese Ketten zu brechen.

Nicht gewaltsam.

Sondern bewusst.

Keine unruhigen Nächte mehr,
in denen ich die Gedanken nicht loswerde.
Keine halben Entscheidungen mehr.
Kein Warten mehr
auf einen Moment, der nie kommt.

Das Leben leben.

Nicht irgendwann.

Jetzt.

Träume in etwas verwandeln, das brennt,
ohne zu verbrennen.

Es geht nicht um Perfektion.

Es geht darum zu wählen,
einen Schritt nach vorn zu gehen.

Dreamer Bild zum Schritt nach vorn
der Anfang